das "Knipper-Papier", an dem mitzuarbeiten ich die Ehre hatte, ist doch
bereits ein (weit gehendes) "Kompromiss-Papier". Die Verfasser haben
partei-loyal nichts davon in die Öffentlichkeit gelangen lassen - in der
Hoffnung, dass damit eine solide Grundlage für die Verhandlungen vorliegt.
Es ist nur zu hoffen, dass die aktuellen Sach-Argumente von Robert Heinemann
u. a. beachtet werden und ihren deutlichen Niederschlag finden. Anderenfalls
werden wir als Partei bei den nächsten B ü r g e r s c h a f t s wahlen von
unseren Wählern eine Quittung bekommen, die das noch weit in den Schatten
stellt, was uns das Volksbegehren beschert hat. Die "Volkspartei SPD" hat
schon weitgehend ihre (Stamm-) Klientel verloren; sie hat sich selbst
deklassiert, weil sie "ihren Kompass verloren hat". Will die CDU auf Dauer
ebenfalls so wegrutschen - immer in der vagen Hoffnung, dort (in
Minderheiten-Gruppen) Wählerstimmen abkassieren zu können, wo die GAL längst
eifrig kassiert?
Eine "moderne konservativ-liberale Großstadt-Volkspartei" muss
offensiv-"modern" die Sorgen und Interessen der Mehrheit in der Bevölkerung
aufgreifen und vertreten - einschließlich natürlich die der Leistungsträger
(in allen Schichten unserer Bevölkerung). Auch bestimmte Minderheiten werden
Opportunismus nicht honorieren. Man muss sich schon ein eigenes Profil
bewahren. David McAllister aus Niedersachsen lässt grüßen: Als Vorsitzender
der CDU-Niedersachsen integriert er unerschrocken "linke", konservative und
liberale Postionen, lässt sich nicht verbiegen - und ist überaus erfolgreich
...
Noch einmal zu Hamburg: Sicher sind die Verhandlungen sehr schwierig. Aber:
"Wedelt der Hund mit dem Schwanz" - oder "wedelt der Schwanz mit dem Hund"?
In diesem Sinne
grüßt Sie,
liebe Mitstreiter,
aktualisiert von Peter Kossmehl, 28.01.2010, 17:58 Uhr