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Presse
26.01.2010, 15:28 Uhr | Übersicht | Drucken
Schulproblematik
Was wird aus den betroffenen Kindern?


Wir wollen lernen


BILD-Art ...doc
Es rumort in allen Lagern: "Doch lieber noch den Volksentscheid?" / Oder kommt noch ein tragfähiger Kompromiss?
 
"Wo Leidenschaft an Grenzen stößt": Über die Schulsenatorin in Hamburg
 
Verkehrsprobleme bei der Internationalen Schule in Hamburg
 
Pressespiegel zu rot-roten Planspielen
 
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Holland und der Islam: Niederlande "verliert den inneren Kompass" - "rechtspopulistische" Partei wird zur stärksten politischen Kraft
 
Kommentar zu zwei unterschiedlichen Studien - mit unterschiedlicher (politischer) Ausrichtung: Muslime identifizieren sich mit ihrem Stadtteil - nicht aber mit Deutschland
 
 
25.1.2010 Pressemitteilung der GEW Hamburg:
 

Lehrerkammer bestätigt Vorsitzende

GEW gratuliert Katrin Blümel

 

"Wir gratulieren unserer Kollegin Katrin Blümel zur Wiederwahl als Vorsitzende der Hamburger Lehrerkammer. Das Ergebnis sehen wir auch als eine Würdigung ihres beeindruckenden Engagements als GEW-Vertreterin“, freut sich Klaus Bullan, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg.

 

Auf ihrer konstituierenden Sitzung haben die 40 Mitglieder der Lehrerkammer Katrin Blümel als ihre Vorsitzende erneut bestätigt. Die 52jährige Grund-, Haupt- und Realschullehrerin ist seit langem Gewerkschaftsmitglied und bereits seit 2003 Vorsitzende der Lehrerkammer. Bei der Lehrerkammerwahl im November 2009 hatte die GEW mit 32 von 40 Sitzen ein Rekordergebnis eingefahren.

 

Katrin Blümel: "Ich gehe mit Schwung in die nächste Runde. In den nächsten Monaten wird es darauf ankommen, längeres gemeinsames Lernen in der Schulreform zu unterstützen und für die Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit an den Schulen einzutreten."

 

Zum Hintergrund:

BILD-Zeitung v. 26. Januar 2010, S. 5

 

15. Januar: Die „Wir wollen lernen“-Delegation um Walter Scheuerl (Mitte) auf dem Weg zur ersten Verhandlungsrunde mit Schwarz-Grün. Seitdem haben sich die beiden Seiten kaum angenähert. Morgen werden die Gespräche fortgesetzt.

Warum die Schulreform ein Irrtum ist

Experten erklären die Probleme bei der Primarschule

Von OLAF SCHIEL

City – Morgen geht der Krisen-Gipfel zur Schulreform in die dritte Runde. Die Erfolgsaussichten zur Findung eines Kompromisses sind gering: Für die Reform-Gegner kommt nur eine freiwillige Primarschule in Frage, Schwarz-Grün will alle Kinder sechs Jahre gemeinsam lernen lassen – verpflichtend.

 

Bildungs-Senatorin Christa Goetsch (GAL) und Schulstreitermittler Michael Otto hoffen auf einen Kompromiss mit den Reformgegnern

 

Argument von Bildungssenatorin Christa Goetsch (GAL) für ihre Reform: Zwei zusätzliche Grundschuljahre machen schwache Schüler besser –- und zwar nicht auf Kosten der Leistungsstarken.

Bis heute hat kein Bildungsforscher einen Beweis für diese These präsentiert. Im Gegenteil: Führende Erziehungswissenschaftler und Psychologen befürchten sogar Nachteile durch die sechsjährige Primarschule.

Prof. Kurt A. Heller, Direktor des Zentrums für Begabtenforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München, zu BILD: Die These, dass eine Verlängerung der Grundschulzeit zu besseren Leistungen führt, ist nicht haltbar. Das haben zahlreiche Schulstudien eindeutig belegt." Nachteile hätten vor allem das obere und das untere Leistungs-Drittel. „Bei schwächeren Schüler würden sich die Wissens-Defizite anhäufen, während die starken Schüler sich langweilen."

Dem schwarz-grünen Senat scheint diese Warnung egal zu sein. Sie verweisen auf die Pisa-Erfolge von Ländern wie Finnland (neun Jahre gemeinsames Lernen) und der Schweiz (fünf bis sechs Jahre). Motto: Was dort funktioniert, kann doch in Hamburg nicht verkehrt sein.

Für Bildungsexperte Heller ein schiefer Vergleich: „Wir wissen ja nicht, welche Ergebnisse diese Länder mit einem anderen Schulsystem erzielt hätten."

Zumal das längere gemeinsame Lernen nicht der einzige Unterschied ist. In Finnland und der Schweiz sind die Klassen kleiner (18-20 Schüler), die Vorschule schon seit Jahren kostenlos. Und: Der Migranten-Anteil in Finnland liegt bei gerade mal 1,2 % (Hamburg: 15 %). Die meisten Schweizer Einwandrer stammen aus Deutschland und Italien!

WIE KÖNNEN HAMBURGS SCHULEN BESSER WERDEN?

Heller: „Der Schlüssel liegt in der Differenzierung. Wir brauchen Schullaufbahnen, die zu den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und -bedürfnissen passen." Vorstellbar seien zum Beispiel Gymnasien mit „Turbo-Klassen" für besonders leistungsstarke Schüler.

Unterstützung kommt von seinem Berliner Kollegen Rainer Lehmann. Der Bildungsforscher hatte die Leistungen von Schülern der 5. und 6. Klasse an den sechsjährigen Grundschulen der Hauptstadt mit denen ihrer Altersgenossen am Gymnasium verglichen. Ergebnis: Starke Schüler schlugen sich am Gymnasium deutlich besser!

Fakten, die die Reform-Befürworter nicht gern lesen werden.

 

 

WEITER UNTEN

STEHT EIN ARTIKEL ZUR POSITION VON HK-Präses Frank Horch …

 

Die Lehrerkammer berät die zuständige Behörde bei allen das Schulwesen betreffenden Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung (Hamburgisches Schulgesetz von 1997, geändert 2003 in §79). Als Beratungsorgan der Hamburger Lehrerinnen und Lehrer hat die Lehrerkammer seit 1946 das Recht zur Stellung- und Einflussnahme auf die Hamburger Bildungspolitik. Sie positioniert sich in Standardthemen wie Haushalt und schulischen Struktur Veränderungen, aber auch zu pädagogischen Themen wie Bildungs- und Rahmenpläne, Standardsicherung, Integration, Stundentafeln und Arbeitszeitmodell. Die Lehrerkammer besteht aus 40 Mitgliedern, die von den KollegInnen aller Schulformen und des Landesinstituts für die Dauer von vier Jahren gewählt werden.




aktualisiert von Peter Kossmehl, 26.01.2010, 16:30 Uhr

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